Modellbasierte Entwicklung, Verifikation und Zulassung von medizinischen Assistenzsystemen

Name des Projektes: Modellbasierte Entwicklung, Verifikation und Zulassung von medizinischen Assistenzsystemen
Einrichtung/Institut: Institut für medizinische Elektrotechnik
Leiter/ Ansprechpartner: Prof. Dr. Philipp Rostalski

Was will das Projekt?

In diesem Projekt wird ein Konzept zum Testen automatisierter Funktionen von Medizinprodukten entwickelt und exemplarisch für autonome Funktionen in der Beatmung umgesetzt. Dieses Testkonzept ist an ein Verfahren aus der Automobilindustrie angelehnt. Deshalb wird ein ontologiebasierter Testansatz gewählt und die Tests werden zur Verifikation auf Systemebene eingesetzt. Das Konzept für das Testsystem besteht dabei aus zwei Hauptkomponenten. Zum einen aus einer Software zur Definition relevanter Testszenarien und zum anderen aus einem Prüfstand zur Anwendung der relevanten Testszenarien. Als Prüfstand dient ein Lungensimulator, der innerhalb dieses Projektes entwickelt wird.

Wem nützt das Projekt?

In dem Projekt soll überprüft werden, ob sich ein Testkonzept aus dem Bereich der Automobilindustrie auf die Medizintechnik übertragen lässt. Das übertragene Testsystem soll automatisierte Funktionen während der Entwicklung und Zulassung von Beatmungsgeräten überprüfen können und somit von Entwicklern, Forschern und Prüfingenieuren genutzt werden.

Welcher Unternehmenspartner macht mit?

Drägerwerk AG & Co. KGaA
Dräger Deutschland – Medizin- und Sicherheitstechnik seit 1889 | Dräger 
Ansprechpartner: Dr. Christian Brendle

Welche besonderen Verfahren oder Geräte werden genutzt oder stehen zur Verfügung?

Im Rahmen des Projektes wird ein Lungensimulator entwickelt. Der Lungensimulator besteht aus einem inspiratorischen und einem exspiratorischen Zweig mit jeweils einem Gebläse und einem Ventil. Diese beiden Zweige werden zusammengeführt und daran kann ein zu testendes Beatmungsgerät angeschlossen werden (device unter test (DUT)). Am Ausgang befindet sich ein Flow-Messgerät und ein Druckmessgerät. Diese werden für die Regelung der Gebläse benötigt.

Kontakt

Philipp Rostalski: philipp.rostalski(at)uni-luebeck.de