KI-Know-how für kleine und mittelständische Unternehmen durch Hochschulkompetenz

TH Lübeck ist Partnerin im ‚KI-Transfer-Hub S.-H.‘ – Die TH Lübeck ist mit zwei Institutionen in dem erst kürzlich aus der Taufe gehobenen Netzwerks ‚KI-Transfer-Hub S.-H.‘ vertreten. Die Landesregierung unterstützt und fördert das Netzwerk. Mitte Juli 2020 gab Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes, Dirk Schrödter, den Startschuss für Projekte aus dem Netzwerk heraus. Schrödter überreichte drei Zuwendungsbescheide in einer Gesamthöhe von knapp drei Millionen Euro an das Forschungs-und Entwicklungszentrum (FuE) der Fachhochschule Kiel und das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel (M4KK) als koordinierende Einrichtungen des Netzwerks.

Das KI-Transfer-Hub Schleswig-Holstein ist ein Verbund aus Hochschulen in Schleswig-Holstein, der Wirtschaftsförderung (WT.SH) und der UniTransferKlinik Lübeck GmbH. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) und StartUps in Schleswig-Holstein an die Künstliche Intelligenz (KI) heranzuführen und durch Transfer der Forschungsergebnisse in die Unternehmen die wirtschaftlichen Potenziale und Chancen aufzuzeigen.

Die TH Lübeck bringt mit ihrem Kompetenzzentrum CoSA (Kommunikation – Systeme – Anwendungen) einen sehr erfahrenen Partner auf dem Forschungsgebiet Künstliche Intelligenz mit in das Netzwerk ein. Unter der Leitung von Prof. Horst Hellbrück forscht CoSA im Bereich „Internet der Dinge“ / „Internet of Things“ (IoT) und der verteilten Systeme. Die Anwendungsgebiete aktueller Forschung liegen beispielsweise in der Medizintechnik, autonomen Systemen und in digitaler Lehre.

Auch das Institut für Lerndienstleistungen (ILD) ist unter der Leitung von Prof. Monique Janneck Teil des Netzwerks. Das ILD ist ein bundesweit anerkannter Akteur in der onlinegestützten Lehre und Weiterbildung und forscht im Bereich der Digitalisierung durch KI-Algorithmik. Durch neue KI-Anwendungen entstehen Aus-, Fort-, und Weiterbildungsbedarfe in KMU. Das ILD bringt entsprechende Angebote ein, erweitert diese und geht dabei auf die individuellen Bedürfnisse der Unternehmen ein.

In Schleswig-Holstein wird an vielen Orten KI entwickelt und nutzbar gemacht. Die Anwendungen, sagen die Initiatoren, reichen von automatisierten Prozessen in öffentlichen Verwaltungen über selbstlernende Abfüllanlagen in der Lebensmittelindustrie bis hin zu intelligenter Kommunikation in der Automobilindustrie, in Sprachassistentensystemen oder zur Analyse von Wissensdatenbanken. Doch es soll mehr KI im echten Norden geben. Dazu ist es erforderlich, dass aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse aus dem Bereich der KI dorthin gelangen, wo später dann Lösungen, Produkte und Anwendungen entstehen: in die mittelständischen Unternehmen.