Optische Kohärenztomographie

Die Optische Kohärenztomographie (englisch optical coherence tomography, OCT) ist ein nichtinvasives Bildgebendes Verfahren, welches hauptsächlich zur medizinischen Diagnostik angewandt wird.

Das Verfahren der OCT nutzt die Interferenzen, die bei der Überlagerung von Referenzlicht und rückgestreutem Licht aus der Probe in einem Interferometer entstehen, um auf diese Weise ein Tiefenprofil der Probe zu erhalten.

Wie auch in der Sonographie, dem entsprechenden akustischen Verfahren, werden Bildraten von 400 fps und 3D- Volumenstapel erzeugt.

Vorteile gegenüber konkurrierenden Verfahren sind die relativ hohe Eindringtiefe von 1 bis 3 mm in streuendes Gewebe und gleichzeitige hohe axiale Auflösung bei hoher Messgeschwindigkeit.

Die optische Kohärenztomographie (OCT), die eine Darstellung oberflächennaher Gewebsstrukturen mit ca. 10 µm Auflösung ermöglicht, wird am MLL für eine Einsatz in stark streuenden Geweben weiterentwickelt und klinisch evaluiert. Durch eine spektral aufgelöste Detektion der Interferenzsignale konnten Signalrauschverhältnis und Auflösung der OCT-Geräte deutlich verbessert werden. Vorklinische und klinische Untersuchungen zur Tumordiagnostik durch OCT wurden in Zusammenarbeit mit dem UK-SH und der Charité Berlin für Gehirn- und Blasentumore, sowie maligne Veränderungen der Stimmlippen durchgeführt. In allen Fällen ließen sich oberflächliche maligne Veränderungen des Gewebes gut darstellen.

 

Beteiligte Einrichtungen

Institut für Biomedizinische Optik
Medizinisches Laserzentrum Lübeck