Zusammenfassung aus dem Gesamtbericht des Forschungskollegs LUMEN

Das BMBF Forschungskolleg LUMEN wurde am 01.10.2012 gestartet. Es umfasst zehn wissen-schaftliche Teilprojekte, die durch je einen Promovierenden bearbeitet werden. Dabei ist die Hälfte der Projekte organisatorisch der Universität zu Lübeck (UzL), die andere Hälfte der Fachhochschule Lübeck (FHL) zugeordnet. Besonderheit des Lübecker Konzeptes sind die Umsetzung der strukturierten kooperativen Promotion und das integrierte Betreuungskonzept mit dem Fokus auf Grundlagenforschung, Anwendungsorientierung, klinischer Relevanz und Verwertung.
Die Professoren der FHL wurden an der Graduate School for Computing in Medicine and Life Sciences kooptiert und haben damit die Möglichkeit, ihre Promovierenden als gleichberechtigte Partner der Universitätsprofessoren zu betreuen. Hier wurden erste Erfolge erzielt, jedoch bedarf es für die nachhaltige Einbettung einer Anpassung verschiedener Strukturen und die Möglichkeit der Betreuung von zwei „Chargen“ von Promovierenden, die einen Förderzeitraum von zwei mal drei Jahren bedeutet.

Die integrierte Betreuung der Doktoranden und Doktorandinnen erfolgt durch je einen Professor der UzL und der FHL, einen klinischer Partner und einen Industriementor. Als eingeschriebene Promo-tionsstudenten der Graduiertenschule haben die Promovierenden außerdem die Möglichkeit, alle Angebote der internen Weiterbildung an der Universität zu Lübeck zu nutzen, um ihre Persönlichkeits- und Methodenkompetenzen zu stärken. Darüber hinaus profitieren die LUMEN-Doktoranden von intern organisierten überfachlichen Weiterbildungsangeboten wie Teamführung, Präsentation Skills und Projektmanagement sowie den in der Konzeption von LUMEN verankerten fachspezifischen Veranstaltungen.
Die klinischen Synergien der zehn Teilprojekte werden durch Arbeitsgruppen, die die mikroskopische, mesoskopische und makroskopische Skala betrachten, gehoben. In vier Methodenkolloquien werden die methodischen Synergien in den Bereichen Diffusion, Bildgebung- und Verarbeitung, Sensorik und Monitoring identifiziert. Indem diese vormals LUMEN-spezifischen Angebote im Jahr 2014 als öffentlich zugängliche Lehrangebote für alle Promovierenden in die Graduate School integriert werden konnten, wurde die strukturelle Einbettung des Forschungskollegs noch weiter vorangetrieben.

In Hinblick auf die Verwertung von Forschungsergebnissen gewährleistet die Nähe zum Technologietransfer und die Einbettung in den gründerfreundlichen BioMedTec Wissenschafts-campus beste Beratung und Unterstützung. Als herausragender Erfolg ist die aus einem der Teil-projekte hervorgegangene Kooperation mit Microsoft Research zu nennen. Im Kolleg LUMEN konnten bereits drei Patente angemeldet werden. Die Publikationsliste ist umfassend. Das Kolleg hat bereits verschiedene Preise gewonnen und konnte die Ergebnisse außenwirksam vorstellen.

Besonders hervorzuheben ist hier das geschlossene Auftreten des Forschungskollegs in einer LUMEN Focus Session auf der BMT 2014 in Hannover, in der die einzelnen Teilprojekte ihre aktuellen Forschungsergebnisse dem internationalen Fachpublikum präsentierten.
Medisert ist die gemeinsame Transferplattform beider Hochschulen für die Medizintechnik und übernimmt in dem BMBF-Forschungskolleg LUMEN die hochschulübergreifende Gesamtkoordination. Die professionelle Steuerung des Forschungskollegs durch die vorhandene Managementstruktur hat es ermöglicht, alle vorgenannten strukturellen Maßnahmen aufzusetzen und die zukünftige nachhaltige Entwicklung des gesamten Projektes zu begleiten.