Erfolgreiche 3D Week

Vom 9. bis 13. September stand 3D-Druck im Fokus

Die erste Themenwoche zur Additiven Fertigung in den Bereichen Technik und Medizin fand auf dem Campus Lübeck statt. Nach der Begrüßung durch Dr. Frank Schröder-Oeynhausen (Geschäftsführer des Technikzentrum Lübeck) und Prof. Dr. Thorsten Buzug (Direktor des Instituts für Medizintechnik der Universität zu Lübeck) eröffneten Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau und Johannes Hartwig (Abteilungsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein) die Themenwoche offiziell. Der Bürgermeister lobte die Initiative. Durch die voranschreitende Digitalisierung wird die zukunftsweisende Technologie des 3D-Drucks näher an den Standort Lübeck und in den Mittelstand gebracht.

Große Chancen

Am Mittwoch ging es besonders um den Mittelstand, denn gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bietet der 3D-Druck große Chancen, da individualisierte Produkte auch in kleinen Stückzahlen produziert werden können. Aber was bringt 3D-Druck einem Unternehmen ganz konkret? Welche Fertigungsverfahren gibt es und wie ist der aktuelle Stand der Technologie? Auf dem Mittelstandstag informierten Experten anhand von Praxisbeispielen über den Einsatz in ihrem Unternehmen. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die Chancen und Risiken des metallischen 3D-Drucks, der Nutzen von Kunststoff 3D-Druck für KMU sowie aktuelle Anwendungsmöglichkeiten.

Unter den hochkarätigen Speakern und renommierten Ausstellern befanden sich unter anderem Vertreter von Siemens, SLM, Dräger, iGo3D, Materialise, DMRC, Fehrmann Alloys, Rolf Lenk, Schaeffler, Mark3D, 3YOURMIND und EOS. Auch das FabLab Lübeck und die TZL Akademie waren mit Ständen vor Ort, um über Ihre Aktivitäten und Workshops für Unternehmen zu informieren.

Druck künstlicher Organe

Am Donnerstag und Freitag fand die internationale Konferenz Additive Manufacturing Meets Medicine (AMMM) statt. Gerade in der Medizin hat der 3D-Druck eine herausragende Bedeutung. Neben neuen Verfahren zur Anfertigung von Prothesen und Implantaten, dem Druck von CT-Daten zur OP-Vorbereitung, über die Herstellung von Haut- und Zellgewebe bis hin zum Druck künstlicher Organe reichte die Themenvielfalt. Die wissenschaftliche Konferenz AMMM brachte Ingenieure, Wissenschaftler und Techniker mit Ärzten und Unternehmern zusammen, um die neuesten Errungenschaften in der 3D-Druckentwicklung für die Medizin zu diskutieren. Mit 80 Beiträgen aus 14 Ländern hat sich die AMM bereits bei ihrer Premiere zum größten Diskussionsforum des medizinischen 3D-Drucks entwickelt.

Eingerahmt wurde die 3D Week von praxisorientierten Fortbildungskursen zum Thema Additive Fertigung und 3D-Druck-Technologien: Applikationen und Zulassung individualisierter Medizinprodukte, Regulatorische Anforderungen sowie ein Kompaktkurs standen auf dem Fortbildungsprogramm.

Organisiert wurde die 3D Week von der Infinite Science GmbH unter der fachlichen Leitung von Universität zu Lübeck und Technikzentrum Lübeck (TZL).

Interessierte informieren sich im Audimax über Objekte für die Technik und Medizin aus dem Metalldrucker (Foto: Olaf Malzahn / Uni Lübeck)
Interessierte informieren sich im Audimax über Objekte für die Technik und Medizin aus dem Metalldrucker (Foto: Olaf Malzahn / Uni Lübeck)
Austausch im Foyer: Johannes Hartwig (v.l.), Abteilungsleiter im Kieler Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau, Prof. Thorsten Buzug von der Uni Lübeck und Dr. Frank Schröder-Oeynhausen vom Technikzentrum Lübeck (Fotos: Bjarne Andersen)
Die Messe- und Tagungsteilnehmeer stehen am Mittwoch vorm Audimax