Beschichtete Implantate

Beschichtete Implantate geben Wirkstoffe in ihre Umgebung ab, die Heilungs- und Anwachsprozesse unterstützen.

Arzneistoffbeladene Implantate spielen für orthopädische Anwendungen eine bedeutende Rolle. So bieten antibiotikahaltige Beschichtungen effektive Möglichkeiten, um intraoperativen Kontaminationen vorzubeugen. Durch Zugabe von Proteinen, Wachstumsfaktoren u.a. in die Matrix von Knochenersatzmaterialien kann der Knochenheilungsprozess gezielt angeregt und unterstützt werden.

Konventionelle Methoden, die für die Untersuchung des in-vitro-Abgabeverhaltens von Wirkstoffen aus Implantaten verwendet werden, ermöglichen lediglich die Bestimmung der freigesetzten Arzneistoffmenge. Nachteile dieser Methoden bestehen in der sehr starken Vereinfachung der in-vivo-Verhältnisse und der daraus resultierenden Problematik der in-vitro/in-vivo-Korrelation. Die Diffusion eines Arzneistoffes aus der Materialmatrix bzw. Beschichtung ist der für die in-vivo-Freisetzung bestimmende Aspekt.

 

Beteiligte Einrichtungen

Medizinische Sensor- und Gerätetechnik